Sie sind hier

Elektromobilität: Sicher, sauber und praktikabel.

Wir, die Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg, sorgen dafür, dass Sie nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb haben wir ein Netz aus derzeit zehn E-Ladestationen in Wittenberg und Umgebung geschaffen. Unsere Ladesäulen haben jeweils zwei Ladepunkte à 22 kW, funktionieren standardmäßig mit Steckern des Typs 2 und werden teilweise in Kooperation mit unseren Partnern EDEKA und dem Autohaus Jessen betrieben.

Unsere Ladesäulen können Sie entweder mit einer allgemeinen App oder per SMS freischalten. Wenn Sie in der Nähe wohnen, können Sie bei uns auch alternativ eine RFID-Karte beantragen.

Wenn Sie aber Ihr Auto lieber bequem zu Hause an Ihrer eigenen Wallbox aufladen wollen, ist auch das kein Problem. Einfach den Antrag auf Herstellung eines Stromanschlusses sowie das Datenblatt zum Anschluss einer Ladeeinrichtung ausfüllen und zu uns schicken.

 

Adresse:
Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH
Lucas-Cranach-Straße 22
06886 Lutherstadt Wittenberg

 

Ihr Ansprechpartner bei Fragen: Andreas Dabrowski

Hier können Sie sehen, wo Sie mit Strom auftanken können:

  • Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg Lucas-Cranach-Str. 22, 06886 Lutherstadt Wittenberg
  • Am Hauptbahnhof 1, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Parkplatz Hbf Westseite (Eigentümer Stadt Wittenberg)
  • Am Markt 1, 06869 Coswig (Anhalt) Parkplatz Elbauenblick
  • Lutherstraße 56, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Parkplatz Stadtverwaltung
  • Leipziger Str. 82, 06901 Kemberg, in Kooperation mit EDEKA Habedank
  • Parkplatz Elbstr./Wallstr., 06886 Lutherstadt Wittenberg
  • Wallstraße/Schloßplatz 1d, 06886 Lutherstadt Wittenberg
  • Wilhelm-Weber-Str. 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg
  • Westendstr. 32, 06895 Zahna-Elster, in Kooperation mit EDEKA Habedank
  • Am Gorrenberg 28, 06917 Jessen (Elster), in Kooperation mit der Autoreparaturwerkstatt Uwe-Ives Schöne

Zehn Fragen zum Thema Elektromobilität – und ihre Antworten:

Grundsätzlich gibt es zweierlei Arten: Reine Elektroautos und Autos mit Hybridantrieb. Reine E-Fahrzeuge sind lediglich mit einen batteriebetrieben Elektromotor ausgestattet, Hybridfahrzeuge verfügen zusätzlich über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor. Diese beiden Motoren sorgen separat oder gemeinsam für den Antrieb des Fahrzeugs, meist unterstützt der E-Motor den Verbrennungsmotor und sorgt so für weniger Kraftstoffverbrauch. Kann die Batterie über das Stromnetz geladen werden, spricht man von einem Plug-in-Hybriden. Als Hybrid-Auto gelten auch E-Autos mit einem sogenannten Range Extender. Dabei wird das Fahrzeug zunächst nur mit dem Elektromotor angetrieben. Ist die Batterie leer, springt der Verbrennungsmotor an, um die Weiterfahrt zu ermöglichen.

Das ist - wie bei allen Autos - sehr unterschiedlich: Der etwas futuristisch anmutende Zweisitzer Renault Twizy ist schon für knapp 7.000 Euro zu haben, ein Kleinwagen mit vier Sitzen wie der Citroen C-Zero kostet ab 22.000 Euro, ein PKW der Oberklasse, etwa der Tesla Model X, schlägt dagegen mit etwas über 96.000 Euro zu Buche. Grundsätzlich gilt: E-Autos sind teurer als vergleichbare Modelle mit konventionellem Antrieb. Eine Übersicht aller verfügbaren E-Autos bietet der ADAC.

Der Kauf eines E-Fahrzeugs wird mit einem sogenannten Umweltbonus vom Staat unterstützt und beträgt für ein reines Elektrofahrzeug 2.000 Euro und für einen Plug-in-Hybriden 1.500 Euro. Diese Förderung ist aber nur dann möglich, wenn der Hersteller dem Käufer einen Nachlass in mindestens derselben Höhe gewährt und das Basismodell des gewählten E-Fahrzeugs nicht mehr als 60.000 Euro kostet.

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 12.000 öffentliche Ladesäulen – wo genau, kann man auf unabhängigen Online-Portalen wie  www.goingelectric.de oder www.e-tankstellen-finder.com sehen. Idealerweise wird das Auto allerdings dort geladen, wo es lange steht: zu Hause oder bei der Arbeit. Das Fahrzeug sollte aber ausschließlich an einer fachgerecht installierten Ladesäule, einer sogenannten Wallbox, aufgeladen werden. Das Laden an einer Haushaltssteckdose ist aufgrund der hohen Ladeleistung nicht sicher.   

Das hängt von der Batteriekapazität des Modells und den Stromkosten an der Ladesäule ab. Ein Rechenbeispiel: Ein BMW i3 mit 94 Ah Batterie kommt nahezu leer zum Laden in die Garage, inklusive Ladeverluste werden ca. 31 kWh geladen. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh kostet die Ladung ca. 9,30 Euro. Laut Herstellerangaben soll diese Strommenge im BMW i3 für bis zu 200 km reichen, ein Praxistest des ADAC ergab 145 Kilometer.

Das hängt von der Kapazität und dem Ladestand der Batterie und der Ladeleistung der Steckdose oder Ladestation ab. Die Ladedauer schwankt zwischen 30 Minuten an einer öffentlichen Schnellladesäule und bis zu 6 Stunden an der Haushaltssteckdose mit Wallbox.

Die Reichweite variiert je nach Batteriegröße und Fahrzeugtyp. Grundsätzlich gilt: Je teurer das E-Auto, desto mehr Reichweite. Laut Herstellerangaben haben preiswerten Modelle wie der Citroën C-Zero eine Reichweite von etwa 150 Kilometern. Den Spitzenwert von etwa 600 Kilometern erzielt derzeit – ebenfalls laut Hersteller – das Model S von Tesla. Die tatsächliche Reichweite ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig: So kann sie bei niedrigeren Temperaturen geringer ausfallen, weil gleichzeitig Heizung oder Klimaanlage genutzt werden. Auch eine schnelle und damit energieintensivere Fahrweise geht zu Lasten der Reichweite.

Die Batterie eines Elektroautos verhält sich im Grunde wie jeder herkömmliche Akku: Je öfter er aufgeladen wird, desto mehr Kapazität büßt er ein. Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind zwar stabiler und leistungsfähiger als ihre Vorgänger, doch irgendwann lässt auch ihre Leistung nach. Laut Herstellerangaben soll eine Batterie durchschnittlich 2000 Ladezyklen oder 10 Jahre Betrieb überstehen. Ein Praxistest des Marktführers Tesla aus dem Jahr 2017 ergab, dass die Akkus der Modelle S und X nach einer Laufzeit von 240.000 Kilometern noch etwa 92 Prozent ihrer anfänglichen Kapazität besitzen. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Lebensspanne eines Autos mit Verbrennungsmotor liegt bei rund 220.000 Kilometern.

Ein aktuelles Elektroauto ist etwa so sicher wie PKWs mit Verbrennungsmotor. Laut ADAC sind die elektrischen Komponenten serienmäßig hergestellter E-Fahrzeuge so konstruiert, dass im regulären Betrieb selbst bei Fehlfunktionen nichts passieren kann. Probleme können dann auftreten, wenn die eingebauten Schutzmechanismen beeinträchtigt sind, etwa durch die mechanische Verformung der Antriebsbatterie infolge eines schweren Unfalles. Dann kann die Batterie überhitzen und zu brennen beginnen. Dieses Risiko ist aber vergleichsweise gering, da das Hochvoltsystem in der Regel abgeschaltet wird, sobald der Airbag ausgelöst wird.

Elektroautos stoßen im Betrieb unmittelbar keine Abgase aus, was angesichts der zunehmenden Luftverschmutzung in den Städten ein großer Vorteil ist. Allerdings entstehen bei der Gewinnung des verbrauchten Stromes oft Emissionen, genauso wie bei der Produktion und der Entsorgung des Fahrzeugs selbst. Gerade die Herstellung der Batterien ist mit einem enormen Energieaufwand verbunden, der sich zunächst negativ auf die Gesamtbilanz des Elektrofahrzeugs auswirkt. Über die gesamte Lebensdauer gesehen schneidet es in den Punkten Treibhausgasausstoß und Energieverbrauch aber deutlich besser ab als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – besonders dann, wenn es mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird.